Momentane Frequenzabweichung im Stromnetzes

Die Messung der Netzfrequenz liefert Einblicke in das Gleichgewicht unseres Stromnetz: Normalerweise beträgt die Netzfrequenz 50 Hertz. Sinkt sie ab, wird nicht genügend Leistung von Kraftwerken in das Netz eingespeist. Liegt sie darüber, wird zuviel Leistung eingespeist. Kleinere Frequenzabweichungen sind normal. Wenn die Netzfrequenz jedoch um mehr als 10 mHz von der Nennfrequenz 50 Hz abweicht wird die Primärregelung des Stromnetzes aktiv und gleicht die Abweichung aus.

Das Tacho zeigt immer den aktuellen Wert an, während ein Graph der Abweichung der letzen drei Minuten (in mHz) dargestellt wird. Die Schwankungen der Netzfrequenz sind üblicherweise nicht bedenklich — unser Stromnetz ist recht stabil.

Darunter befindet sich die gleiche Darstellung für die vermutlich eingesetzte Regelleistung. Die Regelleistung wird durch die europäischen Übertragungsnetzbetreiber zur Verfügung gestellt und dient dazu, kurzfristige Schwankungen der Frequenz auszugleichen. Laut ENTSO-E Handbook beträgt die durchschnittlich verfügbare Regelleistung 19.500 MW/Hz. Sobald die Netzfrequenz mehr als 10mHz von den angestrebten 50Hz abweicht, wird durch die beteiligten Kraftwerke die Regelleistung zur Verfügung gestellt. Die hier dargestellten Werte stellen eine Schätzung dar.

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